In Kundengesprächen zeigt sich zunehmend ein klares Interesse an umweltfreundlicheren Alternativen zu klassischen GFK-Verkleidungsteilen (glasfaserverstärkter Kunststoff). GFK ist technisch etabliert und kann grundsätzlich recycelt werden, allerdings sind die Verfahren aufwendig.

Zum Einsatz kommen dabei unterschiedliche Ansätze:

  • mechanische Verfahren (Zerkleinerung zu Granulat)
  • chemische Verfahren (z. B. Solvolyse)
  • thermische Verfahren (z. B. Pyrolyse zur Energiegewinnung)

Diese Prozesse sind technisch anspruchsvoll sowie energie- und kostenintensiv. In der praktischen Anwendung stellt das werkstoffliche Recycling von GFK weiterhin eine Herausforderung dar.

Vor diesem Hintergrund gewinnen thermoplastische Lösungen zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Bereich industrieller Tiefziehprodukte. Thermoplaste bieten konstruktive und wirtschaftliche Vorteile, insbesondere bei grossflächigen Verkleidungsteilen, Gehäusen und Funktionsabdeckungen.

Vorteile thermoplastischer Tiefziehteile

  • werkstoffliches Recycling durch sortenreine Regranulierung möglich
  • keine duroplastische Vernetzung, Material bleibt thermisch verformbar
  • Integration von Rezyklatanteilen möglich
  • vergleichsweise geringer Energieeinsatz in der Verarbeitung
  • effiziente Entwicklungsprozesse
  • geringere Werkzeugkosten bei mittleren Stückzahlen
  • Reparatur- und Modifikationsfähigkeit über den gesamten Lebenszyklus

Mit mehreren produzierenden Standorten im DACH-Raum beobachtet die swissplast group eine zunehmende Nachfrage nach entsprechenden Lösungen. Thermoplastische Tiefziehtechnologien stellen heute in vielen Anwendungen eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu klassischen GFK-Konstruktionen dar.

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